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WAL

Trinkwasserversorgung auf hohem Niveau stabil

Das hat es in den letzten 20 Jahren nicht gegeben:

 

Mit 41.600 Kubikmetern wurde am 9.Juni ein absoluter Höchstwert bei der Trinkwassereinspeisung in das Versorgungsnetz des Wasserverbandes Lausitz (WAL) registriert. Bereits an mehr als 50 Tagen wurde die 30.000 Kubikmeter Marke überschritten. Das gab es zuletzt 2006. Im gesamten letzten Jahr gab es insgesamt nur 25 Tage mit jeweils knapp über 30.000 Kubikmetern. Das Wasserwerk Tettau läuft seit Mitte Mai mit ca. 24.000 Kubikmetern pro Tag an der Leistungsgrenze. Die Spitzenbedarfsdeckung erfolgt durch die zusätzliche Einspeisung aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe. Hierfür stehen durchschnittlich bis zu 12.000 Kubikmetern pro Tag zur Verfügung. Dies hatte bisher stets ausgereicht. Große Teile der Lausitz von Lauchhammer im Westen bis Weißwasser im Osten, von Großräschen im Norden bis Radeberg im Süden wurden von diesen beiden großen Wasserwerken versorgt. Dazu kommt mit weit geringerer Kapazität das Wasserwerk in Zeisig bei Hoyerswerda. In Skaska bei Bernsdorf befindet sich in zentraler Lage des gesamten Versorgungsgebietes ein großer Trinkwasserspeicher, der die Tagesschwankungen ausgleicht und den Netzdruck stabilisiert. „Wenn sich die Wasserabnahme auf dem derzeitigen Niveau stabilisiert, der Wasserbezug von der LEAG aus Schwarze Pumpe in der bisherigen Größenordnung aufrecht erhalten bleibt und im Trinkwassernetz keine Havarien auftreten, werden keine Einschränkungen erfolgen“, bestätigt der technische Geschäftsführer der WAL-Betriebsführungs GmbH, Thomas Fürl.  Aufforderungen zum Wassersparen wird es daher trotz der jetzigen schwierigen Bedingungen nicht geben. „Allerdings können Waldbrände oder Großschadensereignisse wie der Brand des Reifenlagers in Senftenberg mit einer erheblichen Trinkwasserentnahme aus dem öffentlichen Netz schon zu Engpässen führen. Allein der Großbrand in Senftenberg führte zu einer Mehrabnahme von ca. 2.000 Kubikmetern in einer Nacht“, so Fürl.

 

"Es ist nicht auszuschließen, dass bei Wasserentnahmen aus dem öffentlichen Netz über Hydranten insbesondere bei Feuerwehreinsätzen Braunfärbungen des Wassers auftreten. Dann nämlich lösen sich aufgrund der höheren Fließgeschwindigkeiten Inkrustrationen in den Leitungen, die aber gesundheitlich unbedenklich sind." erklärt Thomas Fürl.

 

 

Unerschöpfliche Quelle

„Aus 30 m Tiefe wird das Grundwasser des Lausitzer Urstromtales gehoben - eine schier unerschöpfliche Quelle für das Wasserwerk Tettau", so Peter Matthies von der WAL-Betriebsführungs GmbH, zuständig für den Wasserwerksbetrieb. „Wassermangel ist nicht zu befürchten. Die Grundwasservorräte sind gut und schier unerschöpflich gefüllt. Allerdings stoßen wir trotz des guten Zusammenwirkens mit dem Wasserwerk der LEAG in Schwarze Pumpe und auch den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda an unsere Kapazitätsgrenze in der Wasseraufbereitung von rund 40.000 Kubikmetern am Tag.", so Matthies. Bei den aktuellen hochsommerlichen Temperaturen verdoppeln sich insbesondere in den vom Bergbau betroffenen Regionen um Senftenberg, Lauchhammer und Großräschen die Abnahmemengen. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Während in den südlichen Kommunen des WAL-Versorgungsbereiches Hausbrunnen für die Gartenbewässerung mit guter Wasserqualität Gang und Gebe sind, ist das Grundwasser in der ehemaligen Bergbauregion meist nur recht tief zu finden und dann sehr eisenhaltig. In der Gemeinde Großthiemig im südlichsten Zipfel des WAL werden recht konstant ca. 120 Kubikmeter Wasser täglich abgenommen, auch in der größten Trockenheit kaum mehr.

Ökologisch sinnvoll ist die Gartenbewässerung im Übrigen erst in den Abend- oder frühen Morgenstunden, wenn das Spritzwasser auch die Wurzeln erreichen soll.

"In enger Abstimmung mit unseren Partnern trotzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom WAL-Betrieb dem Sommerhoch. Als Betriebsführer sorgen wir dafür, dass das Wasserwerk Tettau seit Wochen an seiner Leistungsgrenze arbeitet und die Trinkwasserbehälter regelmäßig gut gefüllt sind. Falls das Wasser wider Erwarten doch einmal nicht fließen sollte, steht unser Bereitschaftsdienst rund um die Uhr zur Verfügung, die Versorgung wieder herzustellen", betont Stefan Voß, kaufmännischer Geschäftsführer der WAL-Betriebsführungs GmbH. "Damit alles gut läuft sind rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentralen Leitwarte vom WAL-Betrieb unter 03573 8030 oder 03574 7821-0 bzw. 0160 98915420 jederzeit erreichbar, hinzu kommt eine 24 Stunden Bereitschaft für den Netzbetrieb" versichert Stefan Voß.

Hintergrund:

Der WAL versorgt über seinen Betriebsführer WAL-Betrieb über 30.000 Haushalte, das sind rund 80.000 Einwohner zuzüglich Industrie und Gewerbe im Verbandsgebiet des WAL mit Trinkwasser. Zu den größten Abnehmern gehört die Sachsenmilch Leppersdorf GmbH bei Radeberg und im WAL Gebiet die BASF Schwarzheide GmbH.

Ansprechpartner für die Presse: Ulf Riska
Unternehmenskommunikation Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH (WAL-Betrieb)

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


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