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WAL
09.07.2018

Wasserwerk Tettau läuft auf Hochtouren

Verbundsystem Lausitz besteht Bewährungsprobe


Das hat es in den letzten 20 Jahren nicht gegeben:
Mit 41.600 Kubikmetern wurde am 9.Juni ein absoluter Höchstwert bei der Trinkwassereinspeisung in das Versorgungsnetz des Wasserverbandes Lausitz (WAL) registriert. Dann kam endlich der langerwartete Regen, der allerdings nur für eine kurze Zeit Entspannung brachte. Am letzten Freitag wurde der Höchstwert fast wieder erreicht.
Das Wasserwerk Tettau läuft seit Mitte Mai mit ca. 24.000 Kubikmetern pro Tag an der Leistungsgrenze. Die Spitzenbedarfsdeckung erfolgt durch die zusätzliche Einspeisung aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe. Hierfür stehen bis zu 12.000 Kubikmetern pro Tag zur Verfügung. Dies hatte bisher stets ausgereicht. Große Teile der Lausitz von Lauchhammer im Westen bis Weißwasser im Osten, von Großräschen im Norden bis Radeberg im Süden wurden von diesen beiden großen Wasserwerken versorgt.
Dazu kommt mit weit geringerer Kapazität das Wasserwerk in Zeisig in Hoyerswerda. Wenn dann, wie letzte Woche Donnerstag, eine große Hauptversorgungsleitung in Hoyerswerda bricht, wird es dramatisch. In Skaska bei Bernsdorf befindet sich in zentraler Lage des gesamten Versorgungsgebietes ein großer Trinkwasserspeicher, der die Tagesschwankungen ausgleicht und den Netzdruck stabilisiert. Der war am Donnerstag fast leergelaufen. Alarmstimmung war angesagt. In Solchen Situationen kommt es ganz besonders auf das Zusammenwirken aller Beteiligten über die eigenen Gebietsgrenzen hinweg an. „Mein Dank gilt hier allen Akteuren im LEAG Wasserwerk Schwarze Pumpe, bei den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda, bei den Energiewerken Kamenz und selbstverständlich auch bei den Mitarbeitern vom WAL-Betrieb" äußert sich der Verbandsvorsteher Dr. Roland Socher, WAL, erleichtert, nachdem der Behälterstand in Skaska am Freitagmorgen wieder leicht angestiegen war.
„Wenn sich die Wasserabnahme auf dem derzeitigen Niveau stabilisiert, der Wasserbezug von der LEAG aus Schwarze Pumpe in der bisherigen Größenordnung aufrecht erhalten bleibt und das Trinkwassernetz keine erneuten Schwachstellen aufweist, werden keine Einschränkungen auftreten. Kein Rädchen im Getriebe darf ausfallen." beschreibt Socher die gegenwärtige Situation. „Alles sei viel einfacher, wenn der Erweiterungsbau des Wasserwerkes Tettau planmäßig am 1.Juli in Betrieb gegangen wäre. Fast 5 Monate Bearbeitungszeit für die Erteilung der wasserrechtlichen Genehmigung für die Grundwasserabsenkung haben den Baubeginn im letzten Jahr ganz erheblich verzögert," so Socher.

 

 


 


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