Montag, 01.03.2021

Endstation für Eisenocker

Endstation für Eisenocker 

WAL-Betrieb gewinnt europaweite Ausschreibung und übernimmt neue Aufgaben beim Schutz von Fließgewässern

Die Geschichte allen Bergbaus – ob untertage oder übertage – ist auch eine Lektion über den Umgang mit den Folgen des Entreißens von Rohstoffen aus der Erde. Einen bedeutenden Platz hierbei nimmt die Regulierung von Eingriffen in den Wasserhaushalt ein, nicht zufällig heißen die Systeme zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser seit altersher „Wasserkunst“.

Auch im Lausitzer Braunkohlerevier muss der Wasserhaushalt sorgfältig reguliert und kontrolliert werden, sowohl die gesamte Hydrogeologie der Region einbeziehend im Großen als auch den einzelnen Tagebau und dessen Teilabschnitte betreffend im Kleinen. Das gilt für die Planung wie den Betrieb und hört nach dem Ende des Abbaus noch lange nicht auf. Denn dann steigt das Grundwasser wieder an und gelangt in Fließgewässer. So auch in die Spree und die Kleine Spree. 

Das Ende der Sedimente

Die besondere Tücke dabei ist der bergbaubedingte hohe Eisengehalt dieses Zuflusses. Die übernatürliche Eisenbelastung wird zur Gefahr für Fauna und Flora – in manchen Bereichen sogar für aus Oberflächenwasser gewonnenes Trinkwasser – in den betroffenen Gebieten. Eben deshalb setzt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) als Bergbausanierer nun zur Verbesserung der Situation auf verschiedene Maßnahmen. Im Zentrum stehen drei modulare Anlagen an den ostsächsischen Standorten Burgneudorf, Neustadt und Ruhlmühle. Mit ihnen werden die Eisenfrachten aus dem Grundwasser vor ihrem Eintritt in die Fließgewässer so weit wie möglich reduziert. Während im Zulauf meist noch Eisenhydroxid enthalten ist, finden sich nach der Wasserbehandlung im abgegebenen Klarwasser kaum noch Spuren des sogenannten Eisenockers. Zu verdanken ist dies einer verfahrenstechnischen Kette, die Reaktions-, Flockungs- und Sedimentationscontainer sowie einen Schlamm-Eindicker umfasst. Container? – Ja, die von der LMBV genutzten Aggregate bilden keine großtechnischen stationären Anlagen. Den störenden Sedimenten wird auf kompaktem Raum zu Leibe gerückt. Diese platzsparenden Anlagentypen sind zwar aufwendiger beim Warten und Reinigen, ihre Flexibilität dank der modularen und damit schnell ergänzbaren Bauweise macht dies aber wett.

Erneute Bewährung

Ab 2021 übernimmt die Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH (WAL-Betrieb) Bedienung, Wartung und Reparatur der drei Wasserbehandlungsanlagen. Die Muttergesellschaft EURAWASSER GmbH & Co. KG führt WAL-Betrieb sehr zu Recht als führenden Wasserdienstleister in der Lausitz und gefragten Partner für nachhaltige Wasserwirtschaft. Es war also keine große Überraschung, dass die Senftenberger die europa- weite Ausschreibung für die Enteisenung der Flussläufe gewannen. „Wir haben außerdem bereits Kooperationserfahrung mit der LMBV, beispielsweise bei der Grundwasserregulierung“, verweist der Technische WAL-Betrieb-Geschäftsführer Thomas Fürl auf die gute Ausgangsposition. „Mit der Übernahme dieser neuen Aufgabe sind wir ein weiteres Mal eingebunden in ein bedeutendes regionales Projekt zur Lösung von wasserwirtschaftlichen Problemen im Rahmen der Bergbausanierung.“ 

Endstation für Eisenocker 

WAL-Betrieb gewinnt europaweite Ausschreibung und übernimmt neue Aufgaben beim Schutz von Fließgewässern

Die Geschichte allen Bergbaus – ob untertage oder übertage – ist auch eine Lektion über den Umgang mit den Folgen des Entreißens von Rohstoffen aus der Erde. Einen bedeutenden Platz hierbei nimmt die Regulierung von Eingriffen in den Wasserhaushalt ein, nicht zufällig heißen die Systeme zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser seit altersher „Wasserkunst“.

Auch im Lausitzer Braunkohlerevier muss der Wasserhaushalt sorgfältig reguliert und kontrolliert werden, sowohl die gesamte Hydrogeologie der Region einbeziehend im Großen als auch den einzelnen Tagebau und dessen Teilabschnitte betreffend im Kleinen. Das gilt für die Planung wie den Betrieb und hört nach dem Ende des Abbaus noch lange nicht auf. Denn dann steigt das Grundwasser wieder an und gelangt in Fließgewässer. So auch in die Spree und die Kleine Spree. 

Das Ende der Sedimente

Die besondere Tücke dabei ist der bergbaubedingte hohe Eisengehalt dieses Zuflusses. Die übernatürliche Eisenbelastung wird zur Gefahr für Fauna und Flora – in manchen Bereichen sogar für aus Oberflächenwasser gewonnenes Trinkwasser – in den betroffenen Gebieten. Eben deshalb setzt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) als Bergbausanierer nun zur Verbesserung der Situation auf verschiedene Maßnahmen. Im Zentrum stehen drei modulare Anlagen an den ostsächsischen Standorten Burgneudorf, Neustadt und Ruhlmühle. Mit ihnen werden die Eisenfrachten aus dem Grundwasser vor ihrem Eintritt in die Fließgewässer so weit wie möglich reduziert. Während im Zulauf meist noch Eisenhydroxid enthalten ist, finden sich nach der Wasserbehandlung im abgegebenen Klarwasser kaum noch Spuren des sogenannten Eisenockers. Zu verdanken ist dies einer verfahrenstechnischen Kette, die Reaktions-, Flockungs- und Sedimentationscontainer sowie einen Schlamm-Eindicker umfasst. Container? – Ja, die von der LMBV genutzten Aggregate bilden keine großtechnischen stationären An- lagen. Den störenden Sedimenten wird auf kompaktem Raum zu Leibe gerückt. Diese platzsparenden Anlagentypen sind zwar aufwendiger beim Warten und Reinigen, ihre Flexibilität dank der modularen und damit schnell ergänzbaren Bauweise macht dies aber wett.

Erneute Bewährung

Ab 2021 übernimmt die Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH (WAL-Betrieb) Bedienung, Wartung und Reparatur der drei Wasserbehandlungsanlagen. Die Muttergesellschaft EURAWASSER GmbH & Co. KG führt WAL-Betrieb sehr zu Recht als führenden Wasserdienstleister in der Lausitz und gefragten Partner für nachhaltige Wasserwirtschaft. Es war also keine große Überraschung, dass die Senftenberger die europaweite Ausschreibung für die Enteisenung der Flussläufe gewannen. „Wir haben außerdem bereits Kooperationserfahrung mit der LMBV, beispielsweise bei der Grundwasserregulierung“, verweist der Technische WAL-Betrieb-Geschäftsführer Thomas Fürl auf die gute Ausgangsposition. „Mit der Übernahme dieser neuen Aufgabe sind wir ein weiteres Mal eingebunden in ein bedeutendes regionales Projekt zur Lösung von wasserwirtschaftlichen Problemen im Rahmen der Bergbausanierung.“ 

Quelle: Spree-PR

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