Montag, 06/29/20

Vom Werden zum Wachsen

Senftenberg Auch im Bereich der Abwasseraufbereitung und -entsorgung ist Stabilität längst Normalität 

Sieht man sich in der deutschen Siedlungswasserwirtschaft um, so merkt man bald, dass der Abwasserbereich von den jeweiligen „Aufgabenträgern“ im Vergleich zur Trinkwasserversorgung gemeinhin als schwieriger angesehen wird. 

Erst recht dort, wo über Jahrzehnte angemessene Investitionen in Kläranlagen und Abwassernetze versäumt wurden. In den Nachwendejahren war es sehr schwer, Tempo und Umfang des Neubaus und der Sanierung so zu steuern, dass die Belastungen der Kunden zur Finanzierung der Vorhaben erträglich blieben. 

Gut geplante Ablösung Beim WAL präsentiert sich heute die Sparte Schmutzwasser gesund und selbstbewusst. Zu dieser Stabilität hat auch die Vergabe der Betriebsführung an WAL-Betrieb beigetragen. Und sie ist nicht zuletzt Ergebnis der Arbeit von bestens qualifizierten Fachkräften. Dabei ist gerade in den Führungsebenen ein Generationenwechsel nicht einfach zu bewerkstelligen. WAL-Betrieb hat deshalb zielstrebig die nötigen „Anschlüsse“ vorbereitet. Ein Beispiel hierfür ist Martin Günther. Er kam 2002 als Azubi zu WAL-Betrieb und schloss 2006 als Anlagenmechaniker für Versorgungstechnik ab. Seine gewachsene Berufserfahrung als Mehrwerksbediener prädestinierten den 34-Jährigen vor zwei Jahren für die Stelle des Leiters Abwassernetzbetrieb. Über 20 Beschäftigte zählen zu seinem Team, das insbesondere für die Unterhaltung der Schmutzwasserkanäle und Pumpstationen, die TV-Befahrungen und die Spülung der Kanäle sowie die Disposition der mobilen Entsorgung zuständig ist. Auch Thomas Neubauer durchlief erfolgreich die Ausbildung bei der LWG in Cottbus. Als Klärwärter bediente er viele Jahre die Anlage in Brieske. Für ihn ging es voriges Jahr mit der Karriere ebenfalls voran: Mit 31 Jahren übernahm er die Leitung aller nunmehr sechs Kläranlagen des WAL. Fast 20 Leute umfasst sein Team, das übrigens auch viele biologische Kleinkläranlagen auf privaten Grundstücken wartet.

Quelle: Spree-PR